|
Seminarinhalte
Die Bestattung von Menschen mit einem anderen kulturellen und/oder religiösen Hintergrund stellt den Bestatter vor besondere Herausforderungen. Die Bedürfnisse der Hinterbliebenen, ihr Verhalten und ihre Art Trauer zu zeigen und zu bestatten sind zunächst fremd. Wurden bislang die Verstorbenen in die frühere Heimat überführt, steigt heute der Anteil der Immigranten, die in Deutschland beigesetzt werden. Anhand von Beispielen wird das Verhalten der Menschen bei Tod und Trauer reflektiert. Die Teilnehmenden erarbeiten Handlungsmöglichkeiten für ihren Arbeitsbereich.
Themen des Seminars sind:
- Das Kulturkonzept: individuelle Lebenswelt statt festgelegter Kultur - Ergebnisse der SINUS-Studie über Migranten-Milieus in Deutschland (2008) - Wie wird mit Sterben und Tod in den unterschiedlichen religiösen Traditionen umgegangen - Welche religiösen Bestattungsvorschriften es gibt. Der Umgang mit dem Leichnam und die Gestaltung der Zeit zwischen Tod und Bestattung in den verschiedenen religiösen Traditionen. - Arbeit anhand von Situationsbeispielen der Teilnehmenden - Beispiele aus der Praxis: Abschiednahme, Trauerfeier, Dekoration, Gang zum Grab - Reflexion der eigenen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen/ die eigene Herkunft als Ressource in der Begleitung von Familien mit anderem kulturellen und/oder religiösen Hintergrund
Ziele des Seminars
Förderung der beruflichen und sozialen Kompetenzen der Bestatter in Bezug auf die Versorgung verstorbener Menschen und die Begleitung von Angehörigen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Prägung. Wissen über die verschiedenen Bestattungs- und Trauerrituale und Erweiterung des Handlungsspektrums.
|